TRIP-TIP: Mein Abenteuer in Skandinavien oder Wie man überlebt. :D (PART 1)

Viele haben mich gefragt, ob ich nicht einen Post schreiben könnte über meine Skandinavienreise!
Nun, ihr sollt ihr haben. (: Wie ich gebucht habe, wo ich übernachtet habe, wie ich nicht verhungert bin und andere Erfahrungen. (:


Da ich ein bisschen was gespart und meinen Job gekündigt hatte, wollte ich endlich nochmal raus. Irgendwo hin, einfach Urlaub machen dort, wo ich noch nie vorher gewesen war. Da mich der Norden sehr reizt und ich die Landschaften im Leben mal mit eigenen Augen sehen wollte, fiel meine Wahl auf Skandinavien. (:
Ein bisschen was hatte ich auf der hohen Kante und suchte mir eine Route, bei der ich die Chance haben würde alle drei Länder - Finnland, Schweden und Norwegen - mitnehmen zu können. :3
An der Stelle sei gesagt: NEIN, ich war nicht mutterselen allein unterwegs. :D Wenn ihr keine harten Hunde seid, dann nehmt euch am besten Jemanden mit!

Ein Hotel kam für mich nicht in Frage, da so etwas schnell teuer werden kann und ich nicht immer an den gleichen Ort zurückkehren wollte. Da kam mir meine Neuentdeckung AIR BNB gerade recht! Ich hatte gedacht in der Skandinavischen Pampa würde man keine Unterkünfte finden, aber es waren doch viel mehr als gedacht! :O



Man muss sich darüber im Klaren sein wie lange man unterwegs sein möchte und wie lange man sich diese Reise leisten kann. Ich hatte zu dem Zeitpunkt etwas über 2000€ parat und war bereit, diese auch auf den Kopf zu hauen. :D Ich wusste, dass die Skandinavischen Länder nicht so günstig sind, wie wir es hier in Deutschland von den Supermärkten gewohnt sind. Aber verhungern würde ich sicher nicht, dachte ich. Vielleicht würde es keinen Kaviar geben oder Trüffelsauce zu den Nudeln, aber eine Dose Ravioli findet man bestimmt in jedem Land der Welt. :D
Wichtig ist sich zu entscheiden, was man möchte!
Einen luxuriösen Kultururlaub mit Hotelzimmer, drei Mahlzeiten am Tag und feuchtfröhlichem Nachtleben? Oder Backpacking mit Dosenfutter und Couchsurfing? Möchte man möglichst viele Sehenswürdigkeiten mitnehmen? Oder lieber die Natur auf eigene Faust erkunden?

Für mich war klar: Ich wollte möglichst viel Natur mitnehmen, egal wo ich pennen müsste. :D Mein Ziel war es, den Nordkapp zu erreichen - den nördlichsten Punkt Europas.

AIR BNB war eine sichere und vielversprechende Sache für mich, die mir gute und günstige Schlafplätzchen bieten würde. Was zu futtern würde ich schon finden und mit einem Mietauto wäre ich mobil.
Im Web habe ich nach einem günstigen Flug gesucht und auch einen gefunden. (: Habe mir einen Starttag und einen Endtag rausgesucht und auch einen günstigen Mietwagen gefunden. Die erste AIR BNB Wohnung habe ich 5 Min entfernt vom Flughafen rausgesucht und mit meinem Host abgemacht, mich an einer bestimmten Stelle abzuholen. Da war er sehr zuvorkommend! (:

Geld habe ich am Flughafen in Norwegen umgetauscht, wo der erste Stop war. Der Flug war nicht sonderlich lang und die Landschaft von Oben war einfach atemberaubend. Am Fenster bildeten sich kleine Eisblumen! (:
Die erste Wohnung in der ich übernachtete war wirklich traumhaft schön. Die Hosts waren so herzlich und ich wurde mit selbstgemachter Lauchsuppe und deftigem Brot empfangen! Unterhalten wurde sich auf englisch - anfangs tat ich mich etwas schwer aber nach einem Spaziergang mit der Gastgeberin ging es immer besser. (:
Abends haben wir zusammen gesessen und erzählt - sie wollte viel über Deutschland wissen und wie es so ist, ich habe viel über Norwegen gefragt und einige Klischées wurden zerschlagen und auch bestätigt. :D Ich habe zum ersten Mal Kaffee mit Lakritzaroma getrunken und muss sagen, dass ich das wirklich sehr vermisse! :O




Am nächsten Tag wurde der Mietwagen abgeholt und meine Reise sollte los gehen! *___*
Ich weiß leider nicht mehr genau in welchen Städten ich war - hätte ich mir aufschreiben sollen. xD
Hab mal versucht das Ganze zu rekonstruieren. Begonnen hat mein Abenteuer in Trondheim, was immer einen festen Platz in meinem Herzen haben wird. (:


Ich habe zwar wirklich nur die Zipfel von Schweden und Finnland mitgenommen, aber war trotzdem schwer beeindruckt, wie sich vor allem die Landschaft verändert! Vor allem, wenn man dem Nordkapp näher kommt.

Die ersten Gastgeber in Trondheim waren sooo lieb und haben extra Brote für die Weiterfahrt geschmiert! (:



Die Straßen sind so breit und laaaaang! :O Teilweise kommt einem bloß alle 10 Minuten mal ein Auto entgegen. 90 ist Außerorts Richtgeschwindigkeit, wodurch man eher langsam voran kommt. Daher war um aller aller spätestens 13 Uhr Abfahrt eingeplant, damit ich abends gegen ca 19 - 21 Uhr ankommen würde. (: Ja, ein mal bin ich 9 ganze Stunden gefahren - jedoch war ich kein Stück müde oder überanstrengt. Das langsame Tempo und die atemberaubende Landschaft, die kleinen Stops zum Fotografieren und all das Neue, was man so im Leben noch nicht gesehen hat haben mich wach gehalten. :D Schade, dass ich die Landschaft zu 98% aus dem Autofenster bestaunen konnte, aber mein Ziel war ja auch der Nordkapp - keine Wandertouren. ;)

Die langen Fahrten gab es "Polarbrot" und Aiolicreme für den kleinen Hunger. :D Oh, wie ich dieses Brot vermisse! So köstlich! *__* 8 Scheiben für fast 4€ waren zwar ein wenig teuer, aber ich würde es immer wieder kaufen!







Nein, die roten Häuschen in Norwegen und Schweden sind keineswegs ein Mythos. ;)

Je weiter ich dem Nordkapp kam, desto rauer und kahler wurde die Landschaft.

In Schweden habe ich leider keine Elche gesehen, Wölfe und Bären auch nicht. :D Dafür jede Menge Rentiere!! (:


Spontaner kann man an solch eine Reise eigentlich nicht herangehen, denn ich habe mir die nächste Unterkunft immer am Tag davor gebucht! :D Und es hat alles wunderbar funktioniert. (:

Kleine Pause um etwas zu essen und die Aussicht zu genießen!










Ich hätte stundenlang vor mich hinstarren können. So viele Momente, in denen mein Kopf die Schönheit der rauen, wilden Natur Skandinaviens nicht fassen konnte, nicht halten konnte. Jedes Mal, wenn ich mich wegdrehte und dann noch einmal hinsah, wurde ich von Neuem überwältigt. Ich bin froh, das alles mit eigenen Augen gesehen haben zu dürfen und wünsche mir von Herzen, dass ich das Ganze noch einmal mit einem geliebten Menschen erleben darf. (: Ich möchte das unbedingt mit einem Herzmenschen teilen und das Abenteuer weiter leben.

 Manchmal wurde man des Anblick's der endlosen Straßen wirklich müde... anfangs hätte ich jede Minute ein Foto machen können. :D Aber eine Woche später hat man sich schon daran gewöhnt und hofft, dass man bald am Ziel angekommen ist. Auch muss man sehr auf den Tank achten! Wenn man nicht danach schaut kann es sein, dass man noch 50km mit dem Sprit weit kommt, die nächste Tankstelle jedoch 120km weit weg liegt... Unbedingt darauf achten!! :D

Und auch, wenn die weiten Straßen zum Schnellfahren einladen: TUT ES NICHT. So ein Strafzettel kann nämlich ganz schnell ins Geld gehen... bei 5km/h über der Richtgeschwindigkeit zahlt man schon knapp 70 Euro Strafe! >___<


Und dann habe ich schließlich mein Ziel erreicht. (: Es war ein seltsames Gefühl. Es war eine Mischung aus Stolz, Freude, aber auch einem gewissen Grad an Leere. Wenn man so ein Ziel erreicht hat dann wird einem Klar, dass die Reise selbst viel mehr Gewicht hat, als das Ende. (: Wenn man dann den Rücktritt antritt, dann hinterlässt das doch eine gewisse Spur von Wehmut. Wisst ihr, was ich meine? (:

Das kann ich nun abhaken.
Ich war am nördlichsten Punkt Europas. Ich habe den Polarkreis überquert, bin in einem Hundeschlitten gefahren, war im Weihnachtsdorf in Finnland, habe in einer Holzhütte mitten im Wald übernachtet und Menschen aus drei verschiedenen Ländern innerhalb von zwei Wochen kennen gelernt. Ich habe gelernt wie es ist auf skandinavischen Straßen zu fahren - die weiten Straßen im Landes Inneren und die schmalen, unübersichtlichen Straßen an der norwegischen Küste, die Klippen entlang.
Leider habe ich keine Nordlichter gesehen... Dafür war es einfach zu hell. :( Auch hat man nachts bloß eine handvoll Sterne gesehen. Um 8 Uhr abends ging die Sonne unter und die Nacht hindurch hatte man einen sonnenuntergangähnlichen Goldschimmer am Horizont, bis um halb 3 Uhr morgens schon wieder die Sonne aufging und man spätestens um 4 von ihr aus dem Schlaf gerissen wurde. XD
Am Ende der Reise hatte ich das erste Mal Heimweh und konnte es einen Moment lang kaum abwarten wieder nach Hause zu kommen. Das hat man immer, denke ich. (: Und ich habe mich dann wirklich gefreut wieder daheim zu sein und meiner Familie und meinen Freunden von meinem großen Abenteuer zu erzählen! (:



Eine der schönsten Unterkünfte war die am Nordkapp. Hell und gemütlich, Holzbett und ein fantastischer Ausblick. (: Einfach als wäre man mitten in eine Filmkulisse gefallen.

...to be continued!

Kommentare :

  1. Ja was soll ich sagen, ich bin mehr als begeistert und das wird wohl jedem so gehen der diesen Beitrag liest und diese Fotos sieht. Vor zwei Jahren war ich doch in Südschweden, ein ganz kleiner Einblick in den schönen Norden. Nicht vergleichbar mit dem hier. Ich wollte nur eine kleine Auszeit, dort in meinem roten Häuschen am See. Jetzt vor kurzem in Schottland, aber nun, nun ist meine Reiselust von neuem geweckt und ich werde solch eine Reise nicht nehmen lassen. Ganz so abenteuerlustig wie du bin ich leider nicht, aber ich muss dort hin, allein schon diese Landschaft dieses Gefühl das in einem aufkommt....seufz. Danke für den Beitrag :) Lg Luise

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    1. Ich danke dir, liebe Luise. (:
      Ein Mietwagen und Air BnB ist das Beste, was man dort machen kann. Man trifft auf der Reise so viele neue Menschen, hört verschiedene Geschichten, lerne Neues dazu...
      Diese Erfahrung würde ich immer wieder machen wollen. Es war ein großartiges Gefühl der Freiheit und ich habe mich gefühlt wie der Mensch, der ich immer sein wollte! <3

      Ich wünsche dir viel Freude am Reisen! Schreib mir doch mal eine Karte... <3 (:

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Ich freu mich immer über liebe Kommentare. Wer tut das nicht? :3 Danke, für jeden einzelnen! Auch, wenn ich nicht immer sofort antworten kann.
// Im Normalfall antworte ich hier. (:

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