Nach dem Sommer

Ich möchte euch heute Abend ein Buch vorstellen, dass sich allein schon mit dem wunderschönen Cover in mein Herz gebrannt hat.
Die erste Seite fesselt einen schon und lässt einen in sanfter, aber bestimmter Umklammerung nicht mehr los.
Schon öfter bin ich an dem Buch vorbei gerannt, in dem kleinen Buchladen im Hauptbahnhof in Aachen, wo ich mit ein paar Freundinnen beinahe jeden Tag nach der Schule auf dem Nach-Hause-Weg herumwusel.
Immer habe ich mir den Klappentext durchgelesen, es aber nie aufmachen und reinschnupper können, da alle Ausgaben fest in Folie verpackt sind. XD
Menno.

Eigentlich stehe ich wirklich nicht auf Vampire und Werwölfe und den ganzen Kram, nachdem das Alles mit Twilight so in den Himmel gehyped wurde. -.- Zum Kotzen ist das.
Und erst dachte ich, dass es sich hierbei auch um eine übertrieben schrecklich kitschig-romantische, unglückliche und tragische Lovestory handelt...
Aber es hat mich dann doch gefesselt, weil ich irgendwie wusste, dass das hier was ganz Anderes ist.
Und das ist es. (:

Ich bin froh, dass ich es von meiner Tante geschenkt bekommen habe. Danke!

-------

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren - und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.

Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit.
In den wenigen kostbaren Monaten als Mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen - bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird.
Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenen Blick erkennt und sich verliebt.
Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher 
- und mit ihm den endgültigen Abschied.




Mehr möchte ich euch an dieser Stelle auch nicht verraten. ;)
Ich bin noch nicht durch - eher so kurz vor der Hälfte.
Bis jetzt hat mich die ganze Geschichte einfach in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.
Seit ich das Buch angefangen habe, ist kein Tag vergangen an dem ich nicht sehnsüchtig daran gedacht habe, es wieder in den Händen zu halten und Grace und ihren Wolf Sam weiter zu begleiten. :)

Sam erzählt auch von seinen Erlebnissen als Wolf. Das Buch ist in viele viele Kapitel unterteilt, in denen mal aus Sam's und mal aus Grace's Sicht geschrieben wird.
Und wenn man weiter und weiter ließt und man die Welt um sich herum vergisst, beginnt man wirklich zu frösteln und spürt den Schnee und die kalte Luft auf der Haut, kann den Wald und die Erde riechen und hört das leise Fallen der Blätter... einfach herrlich.♥
Ich bin oft ein wenig traurig, wenn ich das Buch zuklappe und beiseite lege...

Es ist auch immer wieder total süß, wie die zwei Hauptpersonen sich anstellen, wenn sie sich mal berühren :D
Immerhin mussten sie auch mehrere Jahre auf diese Gelegenheit warten. ;)
Wie sie sich immer ungläubig anschauen, als könnten sie beide nicht fassen, dass ihnen der Andere gegenübersteht. :D
Herrlich schüchtern und süß ♥

Einfach eine wunderschöne Geschichte, die sicherlich ein unerwartetes Ende nehmen wird, vor dem ich - ehrlich gesagt - auch ein wenig Angst habe...

- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

">>Für jedes bekommt man einen glücklichen Tag, wusstest du das?<<
Ich verstand nicht, was er meinte, auch nicht, als er die Hand öffnete und mir die zerknickten Blätter darin zeigte. >>Einen glücklichen Tag, für jedes fallende Blatt,das man fängt.<<
Ich beobachtete, wie sich die Blätter langsam zu entfalten begannen und leicht im Wind zitterten.
>>Wie lange hast du gewartet?<<
Wenn er sich getraut hätte, mir bei der Antwort in die Augen zu sehen, wäre es beinahe unerträglich romantisch gewesen.
Stattdessen hielt er den Blick gesenkt und bohrte seine Stie
fel ins Laub - so viele glückliche Tage - am Waldboden.
>>Ich warte immer noch.<<
" Er starrte mich noch eine Weile an, völlig bewegungslos, ohne auch nur ein mal zu blinzeln. Und dann, zum ersten Mal in sechs Jahren, schloss er die Augen, gegen jeden Instinkt, den ein Wolf eigentlich haben sollte.
Ein Leben lang dieser regungslose Blick, und jetzt schien es, als erstarrte er in beinahe menschlichem Kummer, die leuchtenden Augen geschlossen, Kopf und Schwanz gesenkt.
Etwas so trauriges hatte ich noch nie gesehen.

Keine Kommentare :

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...